Google Sitemap – Sinn oder Unsinn?
Beim heutigen Webmaster Friday geht’s um die Notwendigkeit von XML-Sitemaps. Indem man eine strukturierte Liste mit URLs erstellt, kann Google diese Seiten crawlen und indizieren. Hier fängt der Unsinn in meinen Augen bereits an. Es liegt in der Natur von Google, Seiten zu durchforsten, deren Relevanz zu bewerten und sie anschließend zu listen. Als wie wichtig wird Google aber eine URL bewerten, die durch den Benutzer mit Mausklicks gar nicht zu erreichen ist, sondern hintenrum bei Google vorgestellt wird. Wohl eher als unwichtig und daher ist die Seite nur etwas für den mega-mega-long-tail.
Da hilft es auch nichts, an der “priority”-Schraube in der XML-Datei zu drehen oder gar die Häufigkeit der Änderungen (“daily”) festzulegen. Erinnert ein wenig an den großen Bruder vom Keywords-Tag: Revisit-After 7 days. An guten Tagen kann Google jedenfalls auch ohne Sitemap neue Seiten innerhalb von wenigen Minuten indizieren. Übrigens: Wenn eine Seite aus Qualitätsgründen gar nicht im Index landet, hilft auch eine Sitemap nichts.
Für mich ist das ganze Thema eine OnPage-Geschichte, bei der mein neues Lieblingswort Linkjuice gar nicht oft genug fallen kann. Damit meine ich die ganze Kiste rund um PR-Sculpting und internen Verlinkungen. Google muss alle relevanten Seiten ganz einfach über die Startseite finden können und zwar mit möglichst flachen Hierarchien. Abgerundet kann das Ganze zur contextrelevante Querverlinkungen werden, die schließlich auch die Crawlbarkeit verbessern.
Wer wie bei WordPress eine Sitemap automatisch an Board hat, kann sie bei Google einreichen ohne sich als SEO outen zu müssen. In allen anderen Fälle gibt es so viele andere Aufgaben (Premium-Content, Linkbaits, OnPage-Optimierung etc), die deutlich mehr Nutzen versprechen.
Sehe ich hier zu schwarz? Hat jemand positive Erfahrungen mit Sitemaps gemacht und beispielsweise die Indiziergeschwindigkeit erhöht? Eine gute Möglichkeit können auch User-Sitemaps sein, die einen Klick von der Startseite entfernt sind und die wichtigsten Unterseiten auflisten. Da freut sich dann auch Google.
10 April, 2010 at 17:35
Ob du zu schwarz siehst, kann ich mangels angehäufter Erfahrungen nicht sagen. Mir allerdings verhalf das Erstellen einer XML-Sitemap und das Einreichen bei Google einer ziemlich schnellen Indizierung der Seiten. Ähnlich verhält es sich bei Aktualisierungen der Webseite. Und was spricht letztlich dagegen, Google das Durchforsten zu ersparen? Es spart Google Zeit und deine Seite ist zügig im Index. Win-Win !
So gesehen bin ich auf die ersten Versuche gespannt, diese Sitemap auch auf Bilder anzuwenden. Und wie bei Martin auch schon steht, hoffe ich – das es die Vorstufe seitens Google ist, den Webmaster bestimmen zu lassen welche Bilder in den Index sollen.
andreas
12 April, 2010 at 00:50
[...] Marco ist meiner Meinung: Google Sitemap – Sinn oder Unsinn? [...]
13 April, 2010 at 23:28
[...] Google Sitemap – Sinn oder Unsinn? – SEO und Mobile [...]