Like-Button reloaded – Facebook und SEO
In den letzten Wochen war Facebook das große Thema. Neben Kritik am Datenschutz stand vor allem die f8 im Vordergrund, auf der das Open-Graph-Paket vorgestellt wurde und die Integration von Facebook in die eigene Seite ermöglicht. Dies geschieht über den Like-Button, der mit nur einer Zeile Code eingebunden ist.
Es lässt sich jedoch jedoch noch mehr aus dem Like-Button herausholen. Dazu benötigt man lediglich eine App-ID . Diesen erhält man, wenn man einfach eine nackte Facebook-App erstellt. Anschließend trägt man einige Meta-Informationen in den Header ein.
<meta property="og:site_name" content="wuestenigel.com"/> <meta property="og:type" content="movie" /> <meta property="fb:app_id" content="282664408777" />
Als Admin sieht man danach einen zusätzlichen Link neben dem Button: Admin Page

1. Alle Fans sehen
Mit der einfachen Einbindung des Like-Buttons sieht man lediglich die Anzahl an Likes und nicht, wer dahinter steckt. Als Admin kann diese Information aber durchaus interessant sein. Mit der erweiteren Einbindung wird beim ersten Drücken des Like-Buttons eine Pseudo-Fanpage erstellt, die nur für den Admin sichtbar ist.
Der Clou: Hier sieht man alle Profile im Klartext.
2. Fans mit Informationen versorgen
Wenn man seine Fans identifiziert hat, kann man auch einen Schritt weitergehen. Warum nicht einfach nach einiger Zeit den Besucher wieder einfangen und mit zusätzlichen Informationen versorgen. Das kann z. B. die Info sein, dass es wieder etwas Neues auf der eigenen Seite gibt, aber es sind auch Affiliate-Links möglich.
Für die Kontaktaufnahme stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Zum Einen kann der Fan per Direktnachricht angeschrieben werden, zum Anderen kann man als Admin der Fanseite eine Mitteilung an an alle Fans senden und erscheint in deren Streams… exakt so wie bei normalen Fan-Pages.
3. Themenrelevanten Traffic abgreifen
Generische Fan Pages haben sicherlich Nachteile (doppelte Suchergebnisse), wie facebookmarketing feststellt. Auf der anderen Seite ist es völlig natürlich, dass es zu einem Keyword mehrere Treffer gibt. Warum sollte es sonst Suchmaschinen und Suchmaschinenoptimierer geben.
Bereits heute lässt sich allerdings messen, dass die externe Webseite Traffic von facebook.com erhält.
Sucht z. B. einmal nach Wäschesortierer und klickt auf das einzige Ergebnis. Ihr landet auf einer Seite, die außerhalb(!) von Facebook liegt.
Übrigens: Es sei am Rande erwähnt, dass man eine herkömmliche Fanpage in 10 Sekunden gegrabbt erstellt hat und je nach Thema wie z. B. Schuhe oder Pilotenbrillen schnell recht groß machen kann. Ähnlich wie bei “gezüchteten Twitter-Accounts” stellt sich hier die Frage, ob da ein Mehrwert besteht. Auf jeden Fall kann man dadurch recht schnell auf Facebook Trends aufspringen
4. Do-Follow-Backlink bekommen
Das Schmankerl hebe ich mir für den Schluss auf. Wenn ein Besucher den Like-Button drückt, wird die generische Fan-Page in das Profil des Besuchers fest verdrahtet. Für Google ist in den meisten Fällen eine abgespeckte Profil-Seite sichtbar, auf der die Pages des Facebook-Users angerissen werden. Generische Fan Pages gehen jedoch mit Do Follow direkt auf die entsprechende Webseite. Probiert’s aus und schaut in meinem Profil, was ich gerne für Filme gucke. Update 13.08.2010: isNoFollow now.
Fazit
Die genannten Methoden sind teilweise etwas grenzwertig. Durch Drücken des Like-Buttons wird beispielsweise keine Einwilligung erteilt, künftig Werbung zu bekommen. Außerdem ist dem Webseiten-Besucher sicherlich nicht klar, welche Daten überhaupt getrackt werden – so verlockend der Button auch ist.
Ich bin gespannt, ob Facebook zu mehr als Traffic schaufeln taugt. Hier ist bei Twitter oft die Grenze erreicht. Außerdem stellt sich die Frage: Warum überhaupt Besucher von Facebook abziehen, wenn man die Geschäfte auch direkt auf Facebook abwickeln könnte – Stichwort F-Commerce.
10 Mai, 2010 at 21:47
Schöner Artikel
#F-commerce #iLike
11 Mai, 2010 at 10:27
Nette Sache, das mit der Facebook App erstellen verstehe ich aber nicht ganz.
Könntest du das noch einmal detaillierter erklären, vielleicht auch wieso die App notwendig ist?
11 Mai, 2010 at 10:52
Danke für den Artikel.
2 Frage hab ich noch dazu:
Mit Api-Key meinst Du die app_id oben, oder?
Wie komme ich denn als Admin zu der “Pseudo-Fanpage erstellt, die nur für den Admin sichtbar ist”?
11 Mai, 2010 at 11:04
@Torsten:
1) Ja, stimmt.
2) Ich hab einen Screenshot hinzugefügt. Man sieht einen Admin-Link neben dem Like-Button.
14 Mai, 2010 at 17:03
Hey Marco,
klappt super bei mir! Als nächstes ist das Twitterskript dran
Gruß